FAQ

Armaturen - FAQ

Oft gestellte Fragen zu unseren Armaturen


Immer wieder fragen unsere Kunden nach den Vor- und Nachteilen bestimmter Bauformen oder der Bedeutung einiger Fachbegriffe. Hier finden Sie die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:

1. Die Bauform: Welche Vor- und Nachteile hat... ?

1.1 Die Aufputz-Montage

Aufputzmontage
Bei der sogenannten Aufputz-Montage wird die komplette Armatur mitsamt ihrer zugrundeliegenden Technik oberhalb des Putzes bzw. des Fliesenspiegels montiert. Dazu wird sie einfach auf den vorhandenen Wasseranschlüssen festgeschraubt.
Vorteil: Die Auswahl an solchen Armaturen ist riesig, die Anschaffungskosten dementsprechend recht günstig, und der Montageaufwand gering.
Nachteil: Diese Montageart verbraucht viel Platz (vor allem in der Dusche); die Armaturen sind schwierig zu Reinigen. Selbst mit modernen Modellen ist diese Lösung optisch oft nur wenig attraktiv.

1.2 Die Unterputz-Montage

Unterputzmontage
Bei der Unterputz-Montage wird die komplette Technik (also die "Ventile" und alle Wasser-Anschlüsse) in die Wand eingebaut, unterhalb des Fliesenspiegels. Zu sehen sind dann nur noch die eigentlichen Bedienelemente.
Vorteil: Die Unterputzmontage ist optisch besonders attraktiv, sie verbraucht kaum Platz, und die Armaturen sind sehr leicht zu Reinigen.
Nachteil: Die Anschaffungskosten sind deutlich höher und beinhalten meist nicht den Wanneneinlauf und auch keine Brause bzw. den zu ihrem Anschluss notwendigen Wandabgangsbogen. Vor allem aber sind zum Einbau oft umfangreiche Wand- und Fliesenarbeiten notwendig. Solche baulichen Maßnahmen sind oft nicht erwünscht oder möglich und darüber hinaus sehr teuer. Diese Variante ist deshalb besonders interessant beim Neubau - oder bei üblichen Renovierungsarbeiten, wenn Sie in Österreich eine Immobilie mieten oder kaufen.

1.3 Die Montage im Wannenrand oder der Fliesenbank

Wannenrandarmatur
Wannenrandarmaturen werden senkrecht neben oder am Fußende der Wanne eingebaut, wobei die Technik unter dem Wannenrand oder den Fliesen des Wannenumbaus "versteckt" werden kann.
Vorteil: Diese Installationsvariante präsentiert die wertvollen Armaturen perfekt. Zusätzlich bietet diese Variante sogar noch den Vorteil, dass auch der Handbrauseschlauch "unsichtbar" wird, da er sich bei Nichtgebrauch im Unterbau befindet. Die Reinigung ist etwas aufwändiger als bei Unterputz-Armaturen, aber lange nicht so arbeitsintensiv wie bei den Aufputz-Modellen. Im Vergleich zur vorgenannten "UP"-Lösung benötigt eine Neuinstallation deutlich weniger Arbeitsaufwand.
Nachteil: Die Auswahl an solchen Armaturen ist vergleichsweise klein. Die Anschaffungskosten liegen tendenziell eher über denen von UP-Armaturen, allerdings gehören Wannenauslauf und Brause dann meist schon zum Lieferumfang.
Wichtig: Für Wannenrandarmaturen muss ein stabiler Unterbau geschaffen werden, der auch Sicherheit gegen einen versteckten Wasserschaden bietet (siehe Montageblock weiter unten)!

2. Was ist eigentlich... ?

2.1 Eine Niederdruck-Armatur

Niederdruckarmatur
Niederdruck-Armaturen werden benötigt, wenn die Armatur an einen Warmwasserspeicher (nicht zu Verwechseln mit einem Durchlauferhitzer!) angeschlossen wird. Warmwasserspeicher sind "druckfrei", es liegt also nicht der volle Druck der Wasserleitung an ihnen an. Genau genommen sind sie gar nicht direkt mit der Wasserleitung verbunden - der Anschluss erfolgt über die Armatur!
Neben der Mischfunktion Warm-/Kaltwasser übernimmt die Niederdruckarmatur also auch die automatische Befüllung des Speichers, wenn Warmwasser entnommen wird. Niederdruckarmaturen sind deshalb leicht an ihren 3 Anschlussschläuchen (statt der sonst üblichen 2) zu erkennen.
Wichtig: Jeder Versuch, eine konventionelle Armatur über eine "Bastellösung" mit einem Warmwasserspeicher zu verbinden, führt mit höchster Wahrscheinlichkeit zu einem defekten Gerät und in der Folge zu einem Wasserschaden!

2.2 Ein Standventil

Standventil
Auf den ersten Blick sieht ein Standventil aus wie eine gewöhnliche Waschtischarmatur. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man, dass die Armatur keine Mischfunktion hat; also nur Warm- oder Kaltwasser abgeben kann - je nach Art der Installation.
Normalerweise werden Standventile dann eingesetzt, wenn häufig größere Mengen Wasser benötigt werden, für deren Entnahme man nicht die normale Mischbatterie im Bad oder der Küche blockieren will - oder diese aus praktischen Gründen nicht in Frage kommt; zum Beispiel beim Befüllen großer Gefäße. In den meisten Fällen dürfte ein Standventil am Kaltwasser angeschlossen sein.

2.3 Ein Montageblock

Montageblock
Montageblöcke sind eine einfache Lösung zur Installation von Wannenrandarmaturen, insbesondere beim Einbau in der Fliesenbank. Zum einen ermöglichen sie dank eines höhenverstellbaren Metallunterbaus eine schnelle und stabile Installation der gewichtigen Technik. Zum anderen sind sie mit Auffangbehältern ausgestattet, welche eventuelles Spritzwasser über den Ablauf der Wanne sicher ableiten.
Viele Armaturen-Hersteller bieten eigene Unterbauten an; für die anderen gibt es standardisierte Lösungen wie z. B. den Montageblock SW 505.

3 Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen... ?

3.1 Brausestangengarnituren und Duschsysteme

Montageblock
Ein Brausestangengarnitur besteht aus einer einfachen Wandstange, an der man mittels eines verstellbaren Halters (dem sogenannten "Gleiter") eine übliche Handbrause befestigt. Je nach Bedarf kann man dann den Brausestrahl entweder gezielt einsetzen - oder sich genüsslich "berieseln" lassen.
Ein Duschsystem besteht mindestens aus 2 separaten Duschköpfen (Hand- und Kopfbrause); in den meisten Fällen ist direkt eine Brausearmatur integriert.
Grundsätzlich ähnelt ein Duschsystem zunächst einer Brausestangengarnitur. Die Besonderheit ist, dass die Wandstange (an der wie gewohnt der Gleiter der Handbrause befestigt wird) gleichzeitig auch als Zuleitung für eine fest montierte Kopfbrause dient. Je nach Bedarf kann dann zwischen den Brausen umgeschaltet werden.
Ein Duschsystem lässt sich fast genau so leicht installieren wie ein Brausestangenset - bietet aber durch die zusätzliche, große Kopf- oder Regenbrause ungleich mehr Komfort. Viele Duschsysteme verfügen über Thermostatarmaturen, welche die eingestellte Temperatur Grad-genau stabil halten; einige Luxus-Ausführungen sind sogar mit zusätzlichen Seitenbrausen zur gezielten Rückenmassage ausgestattet. Trotzdem verbrauchen sie kaum mehr Platz als ein gängiges Brauseset.
Duschsyteme eignen sich deshalb ideal dazu, eine Duschkabine ohne großen Arbeits- und Kostenaufwand in eine kleine Wellness-Oase zu verwandeln!